Schöppenstedt
Burgtal

Durch das Naherholungsgebiet  Burgtal (Spaziergang, ca 90 Min)

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Rundkurs
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In der dunklen Abendstunde ward dies Gässlein zur Rotunde. Dem hohen Rathe dies verdrossen, drum wurd dies Gässlein jetzt geschlossen. (zerstört 2002)

Küblinger Ring - An der Plantage - An der Bleiche - Helmstedter Str. überqueren - Uferstraße - links: Am Mühlenbach - Waldmühle - am Sägeplatz vor dem Forsthaus links bergauf - über das Plateau mit den alten Kopfbuchen geradeaus bis Waldrand - links zur Schutzhütte - Eitzum - Fuß- und Radwanderweg zurück nach Küblingen.

Küblingen / Rittergut

Küblingen, ein Dorf nahe an der Stadt Scheppenstedt ist so gelegen, so, daß einige Häuser desselben eine Straße der Stadt zu sein scheinen. Die Brüder Balduin von Dahlen verkauften 1260 dem Kloster Marienberg vor Helmstedt fünf Hufen Landes mit der Vogtei in Küblingen für 30 Mark reinen Silbers und 1247 verehrten die Brüder Lippold und Heinrich von Werl diesem Kloster eine Hufe daselbst...

     Daß dem Kloster Marienberg Gerechtsame davon zugestanden, davon wird nichts erwähnt, doch die Domina und der Convent des Klosters ertheilten 1618 ihren Consens in die Erwerbung weil unter dem Lande 6 Hufen und ein “Holzfluck, Lah genannt, begriffen wären, welche von ihm zu Erdenzins rührten”. 1630 stellte die Priorin... einen “Meierbrief” dahin aus, daß sie dem Capitain=Lieutnant Christoph v. d. Streithorst, Erbgesessen auf Küblingen ihren freien eigenthümlichen Hof mit 4 großen Hufen Landes... Das Gut ward in die Rittermatrikel aufgenommen. Zu dem Besitztum des Klosters kam 1330 noch die Kapelle und die Kirche in Küblingen, welche in diesem Jahre Herzog Otto demselben verehrte.

In der Kaiserurkunde von 966 werden die Orte an der Heerstraße Werla-Magdeburg - darunter Küblingen - erstmalig erwähnt. Dieser “Dietweg” vermied feuchte Täler. Zwischen Werla und Magdeburg waren die großen Zwischenstationen Schöningen und Seehausen, je eine Tagesreise (25-30 km) voneinander entfernt.

MarienkircheMaria: wundertätigMarienkirche zu Küblingen (ca. 7 Minuten zu Fuß, 250 m Luftlinie)

Eine Sonderstellung unter den alten Kirchen des Elmvorlandes nimmt die des Dorfes Küblingen ein. Es ist ein merkwürdig in Winkelform errichteter gotischer Bau, der aus einer Kirche und einer Wallfahrtskapelle, die ursprünglich voneinander getrennt waren, zusammengewachsen ist. In diesem Winkel steht der Altar, und darüber befindet sich die Kanzel. Da die Männer in dem einen, die Frauen aber in dem anderen Flügel saßen, konnten beide wohl den Prediger, nicht aber sich gegenseitig sehen. Über die Entstehung der Wallfahrt nach Küblingen erzählt eine aus der Zeit um 1300 stammende lateinische Handschrift, in der von einem wundertätigen Marienbild die Rede ist, das zwei Küblinger Bauern am Peter-und Paulstag des Jahres 1291 in Königslutter von rheinischen Kaufleuten erworben hätten. Wie Pfarrer Wegscheider 1777 berichtet, war das hölzerne Marienbild im 18. Jahrhundert noch vorhanden. Der Sage zufolge hatte es eine warme und eine kalte Hand - vermutlich eine Folge der Ausbesserung mit artfremdem Material. Heute erinnert an die Wallfahrt noch ein  Muttergottesbild, das in einer Nische der Außenwand der Kirche steht. Der davor liegende „Kniestein" ist einst ein gotisches Ziertürmchen gewesen.

Die Kirche in Küblingen nach einer Inschrift an derselben 1479 erbauet, ist in der Form eines  L gebauet. Die Menge der Gläubigen, die das hölzerne Marienbild verehrten, veranlaßte den noch bestehenden Jahrmarkt. Der Ort kommt schon 966 vor .                   Carl Berge, 1846

Postkarte: MarktSäule im TurmSchöppenstedts größter Schatz: Die “heidnische Säule” 

In der Mitte des Krichturmes, dem Versammlungsraum der ersten Gemeinde,steht eine 3 Meter hohe Säule aus Elm-Kalkstein. Diese mit Wotan und Tierdarstellungen geschmückte Säule wurde hier möglicherweise bei Einführung des Christentums als Denkmal alten Götterglaubens errichtet. Ob das Turmgewölbe, das diese Säule offenbar trug, eine Kapelle war, die später zum Turm ausgebaut wurde oder ob - das scheint zumindest die alten Bezeichnung “Bollwerk” anzudeuten - in einen vorhandenen Wehrturm eine Kapelle eingebaut wurde, ist nach wie vor umstritten. Die Ornamente könnten auf die gleiche Zeit zurückgehen, in der Schöppenstedt erstmals urkundlich erwähnt wird (1051). Schlüssel im Rathaus (Fremdenverkehrsamt)   

 

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